Die Grafik “http://www.athenasweb.com/img/Ovid.jpg” kann nicht angezeigt werden, da sie Fehler enthält.

  Ovid: Metamorphosen

>> "omnia mutantur, nihil
           interit..."

 

         Ovid: Leben

 

          Europa
      List und Lust der
          Götter

 

          Narziss:
    Der Selbstverliebte

 

   Dädalus und Ikarus:
     Der Traum vom  
         Fliegen

 

   Philemon und Baucis
   Die Geschichte 
   vom guten Leben

 

 Orpheus und Eurydike
  Der Traum von Liebe 
  und ewigem Leben

 

          Literatur

 

           Wir

 

 

Ovids Metamorphosen:

Grundgedanke:

"omnia mutantur, nihil  interit..."
  
liber quintus decimus: XV, 165  
   
" alles wandelt sich, nichts geht unter"

so lautet der Satz, den Ovid dem Pythagoras im letzten Buch (XV) der 'Metamorphosen'  in den Mund legt, -  Sinndeutung der insgesamt 250 in Hexametern geschriebenen Verwandlungsgeschichten eines "perpetuum carmen".
Pythagoras:
" ... nihil est toto, quod perstet, in orbe.          177
cuncta fluunt, omnisque vagans formatur imago.
ipsa quoque adsiduo labuntur tempora motu,
non secus ac flumen. neque enim consistere flumen 
nec levis hora potest, sed ut unda inpellitur unda
urgeturque eadem veniens urgetque priorem,
tempora sic fugiunt pariter pariterque sequuntur 
et nova sunt semper; nam quod fuit ante, relictum est,
fitque, quod haud fuerat, momentaque cuncta novantur".                                                        185   


- Es gibt im ganzen Weltkreis nichts Beständiges    177 
 Alles ist im Fluss, und jedes Bild wird gestaltet,
während es vorübergeht. Ja, auch die Zeiten gleiten in
ständiger Bewegung dahin, nicht anders als ein Strom  180 
Denn stillstehen kann weder der Fluss noch die flüchtige
Stunde, sondern wie die Woge von der Woge getrieben
wird und im Herankommen zugleich gedrängt wird
und die Vorgängerin verdrängt, so fliehen die Zeiten
und folgen zugleich. Stets sind sie neu; denn was vorher 
gewesen ist, das ist vorüber; es wird, was nicht war      185 
 und jeder Augenblick entsteht neu. -

                      
                          Picasso: Tod des Orpheus

Das Gleiche gelte für die gesamte Natur:
"nec species sua cuique manet rerum novatrix
252
ex aliis alias reparat natura figuras,
nec perit in toto quicquam, mihi credite, mundo,
sed variat faciemque novat nascique vocatur
255
incipere esse aliud, quam quod fuit ante, morique
desinere illud idem.
cum sint huc forsitan illa,
haec translata illuc, summa tamen omnia constant." 258 

-
Kein Ding behält seine eigene Erscheinung, und die ewig
schöpferische Natur lässt eine neue Gestalt aus der andern
hervorgehen, und - glaubt mir - in der ganzen Welt geht nichts zugrunde, sondern es wandelt sich und erneuert sein Gesicht.  
255
'Geboren werden' heißt 'beginnen, etwas anderes zu sein als
vorher', und 'sterben' heißt 'aufhören, dasselbe zu sein'.
Und während vielleicht das eine hierhin, das andere dorthin übertragen wird, bleibt doch insgesamt alles bestehen. 258 -   

zurück zum Titelblatt:  Ovid, Metamorphosen