Ankündigungen

Hass, Wut, Zorn: Zeit zum Schlafen

Im November 2018 sprachen Professor Dr. Ferdinand Menne und sein Auditorium  über negative Gefühle. Hass, Wut und Zorn scheinen erschreckend zugenommen zu haben. Ihnen sollte man die positiven Gefühle gegenüberstellen und über sie sprechen: Friedfertigkeit, Höflichkeit, Herzlichkeit, Güte. Wenn die Medien immer noch davon ausgehen, dass üble Nachrichten gute Nachrichten seien, bietet das im Alltag umso mehr Anlass, sich auf das Gute ausrichten.

Ist das Gute unsere Bosheit, die schläft (so der französische Autor Jules Renard)? Ist Bosheit eine Antwort gequälter Seelen? Ist Höflichkeit zu anstrengend oder überflüssig? Ist Güte eine Haltung dummer Gutmenschen? Für Menne sind positive Gefühle Fragen des Alltags, aber auch Thema des Monats. Es geht aber nicht darum, sich Illusionen zu machen und eine rosarote Brille aufzusetzen, sondern darum, wie man sich angesichts von Wutbürgern und Hasspredigern eine ruhige, zuversichtliche Haltung bewahren kann. Oder, um mit Mascha Kaleko zu sprechen:

Ich bin von anno dazumal, als man an Liebe glaubte.
Ich habe so verstaubte Ideen… Ich finde sogar Treue noch schön.

Donnerstag, 21. Februar 2019, 15 Uhr

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Norbert Nientiedt tut was: Er liest vor

Meine Geschichten schreibt das Leben, bekennt Norbert Nientiedt, Menschen sind mein größtes Hobby. Der 1948 in Münster geborene Autor nimmt sich daher Zeit für Gespräche. Nientiedt studierte Theologie in Münster und München, um Priester zu werden. Er schloss sein Studium als Diplom-Theologe ab, heiratete, wurde zweifacher Vater und arbeitete von 1975 bis 2015 als Lehrer an der Hildegardisschule, dem Berufskolleg des Bistums Münster.

Norbert Nientiedt trifft Menschen, die anderen täglich ihr Lächeln schenken, Unbekannten bedingungslos zur Seite stehen oder, trotz Obdachlosigkeit, sogar seine Geschäftspartner werden. Mit seinen wahren Geschichten, die er unter dem Thema Tu doch was zusammengestellt hat, gibt er den Anstoß, selbst aktiv zu werden und öfter die Initiative zu ergreifen. Dabei moralisiert und kommentiert er nicht und verzichtet auf Belehrungen.

Seine Leserschaft erfährt so, dass es in scheinbar unbedeutenden Alltagssituationen große Offenheit, Dankbarkeit und Trauer, aber vor allem Glück geben kann. Tu doch was ist nach Nientiedts erstem Buch: Komm, steh auf der zweite Band einer Trilogie, die mit Bleibe beständig vollendet werden soll. Nach dem klassischen Modell einer Selbsttherapie gibt Nientiedt so den Menschen Impulse für ihren eigenen Weg. Im Literaturkreis spricht der Autor über seine Arbeit und liest einige Kapitel aus seinen Texten vor.

Freitag, 22. Februar 2019, 15 Uhr

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