Ankündigungen

 

Wie kommt ein Wal ins Museum?

Überhaupt nicht, allenfalls als Skelett, weiß Markus Ranft, der seit zwei Jahren die zoologische Präparationswerkstatt im LWL-Museum für Naturkunde leitet. Ranft hat beim Präparieren des Skeletts eines als Kadaver vor einer nordfriesischen Insel gestrandeten Pottwals mit Hand angelegt: in geduldiger – und geruchsintensiver – Schwerstarbeit. Das beeindruckende Resultat zählt seit einiger Zeit im Naturkundemuseum zu den Glanzstücken der Präparate-Sammlung. Aber auch das Haltbarmachen und Nachbilden kleiner und kleinster Lebewesen erfordert Fingerspitzengefühl und Fachkenntnis.

Markus Ranft und sein Team beherrschen diese Technik, die sich im Lauf der Zeit verändert hat. Wie viel Chemie ist erlaubt, wie viel Handarbeit nötig? Wie werden die teuren Präparate vor Schädlingen und Beschädigungen geschützt? Welche Rolle spielen Temperatur, Feuchtigkeit oder Trockenheit?

Beim Donnerstagsfrühstück erzählt uns Markus Ranft, was ihn zu diesem interessanten Beruf gebracht hat, wie die Ausbildung aussieht und welche Voraussetzungen zu erfüllen sind.

Donnerstag, 5. September 2019, 10 Uhr
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Mit Sonaten und Wölfen:
Das Doppel-Leben von Hélène Grimaud

Hélène Grimaud, eine Pianistin von Weltrang,  streichelt außer Tasten auch Wölfe.

Hélène Grimaud (geboren 1969 in Aix-en-Provence) gilt neben der 28 Jahre älteren Martha Argerich als derzeit beste und entsprechend preisgekrönte Pianistin der Welt. Umso erstaunlicher, dass sie eher zufällig mit Wölfen in Kontakt kam, daraufhin in den USA ein Wolfsreservat einrichtete und eine Zeit lang mit diesen als gefährlich verschriehenen Wildtieren zusammenlebte. Für Professor Dr. Ferdinand Menne Grund genug, das Doppel-Leben von Hélène Grimaud als bemerkenswerte Frau in seiner Reihe Thema des Monats vorzustellen.

Das Thema Wolf hat in den vergangenen Jahren in Deutschland an Aktualität gewonnen und wird höchst kontrovers diskutiert – mit harten Bandagen, seit sich immer mehr Wölfe hierzulande wohlzufühlen scheinen, zuwandern und bleiben. Vor wenigen Jahren hätte das kaum jemand für möglich gehalten.

Menne plädiert für eine Verständigung darüber, wie das Projekt Wolf in Deutschland zu behandeln sei und fragt, wie viel Wildheit eine so verregelte und verriegelte Gesellschaft wie unsere aushalte beziehungsweise befürworte.

Donnerstag, 19. September 2019, 15 Uhr

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