Ankündigungen

 „Du bist nicht so wie andre Mütter“

So titelte Angelika Schrobsdorff (1927-2016) die 1992 erschienene Biografie ihrer Mutter Else Kirschner (1893-1949) – ein inzwischen neu aufgelegter Bestseller. Mutter Else entstammte einer großbürgerlich-wohlhabenden Berliner Kaufmannsfamilie, deren Schicksal für deutsche Juden nicht untypisch, aber besonders kompliziert war. Else wollte nicht – wie von ihren Eltern geplant – die Rolle einer ‚höheren Tochter‘ einnehmen, sondern fühlte sich der Kultursphäre mit Literatur und Theater verbunden. Else Kirschner heiratete in erster Ehe einen Nicht-Juden, den Dramaturgen und Bühnenautor Fritz Schwiefert – den Vater von Sohn Peter und Tochter Bettina. Ihr zweiter Ehemann war Erich Schrobsdorff, Sohn eines erfolgreichen und reichen Charlottenburger Architekten.

1939 emigrierte Angelika Schrobsdorff mit Mutter und Halbschwester Bettina, wo sie Krieg und Verfolgung überlebten. 1947 kehrte die Roman-Autorin mit ihrem ersten Ehemann, dem amerikanischen Offizier Edward S. Psurny, nach Deutschland zurück und lebte einige Jahre in München, aber auch immer wieder in Jerusalem. Dort lernte sie den Filmemacher Claude Lanzmann kennen, den sie 1974 heiratete und mit ihm nach Paris zog. 1983 wählte sie wieder Jerusalem zu ihrem Lebensmittelpunkt. 2006 kehrte sie nach Berlin zurück, weil sie die politische Lage in Israel nicht mehr ertrug.

Angelika Schrobsdorff schrieb erfolgreiche und vielfach übersetzte Romane und Erzählungen, so 1961 Die Herren. Im Literaturkreis spricht Brunhild Reuter über das biografische Porträt von Else Kirschner aus der Feder ihrer Tochter.

Freitag, 24. März 2017, 15 Uhr

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Mythos Goldener Schnitt:
Kann Mathe schön sein?

Rolf2Ja, jedenfalls ist sich Rolf Langer dessen sicher. Schließlich war er Gymnasiallehrer für Mathematik (und Geografie) und weiß, dass die Teilung einer Strecke nach den Regeln des Goldenen Schnitts bestimmte Proportionen – Größenverhältnisse – entstehen lässt, die sich in der bildenden Kunst, aber auch in der Gestaltung alltäglicher Gegenstände, im Aufbau des menschlichen Körpers und sogar in der Musik wiederfinden.

Was unter dem Goldenen Schnitt zu verstehen ist, und wie er die europäische Kultur nachhaltig geprägt – und damit unseren Schönheitssinn geschärft hat -, erklärt Rolf Langer beim nächsten Donnerstagsfrühstück – selbstverständlich mittels anschaulicher Beispiele. Der Goldene Schnitt ist Teil der bis heute gebräuchlichen Geometrielehre des griechischen Mathematikers Euklid, der um 300 v. Chr. in der antiken Gelehrten-Hochburg Alexandria gelebt und gewirkt haben soll. Langers Vortrag können auch Leute folgen, die Mathe als nicht ganz so schön empfinden wie der Referent. Sie sind besonders willkommen.

Donnerstag, 6. April 2017, 15 Uhr
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Auf die Sättel, ihr Radler!

Fahrradgruppe A+U 4-2016Vor dem Start am Alten Backhaus: Andrea Möbius (1.v.r.) und Ulrike Müller (Mitte) radeln im April wieder der neuen Saison entgegen.

Der Frühling meldet sich: Andrea Möbius und Ulrike Müller haben ihre Räder abgeschmiert, poliert und aufgepumpt. Sie freuen sich darauf, wieder mit anderen Pedalistinnen und Pedalisten ihre Runden in und um Münster drehen zu können. Die Treffen finden jeweils am 1. Freitag im Monat statt; der erste Termin ist der 7. April 2017. Gestartet wird wie immer um 14 Uhr am Backhaus – und zwar pünktlich! In eher gemächlichem Tempo werden bis etwa 18 Uhr Strecken von 25 bis 30 km bewältigt. In einem Gasthof oder Café zu rasten gehört dazu.
Bitte beachten: Bei widrigem Wetter (Regen, Sturm) bleiben die Räder im Keller. Auch die anderen Frischluft-Aktivitäten fallen dann aus (siehe Rubrik Aktuelles).

Wenn Sie sich auch für die vergangenen Veranstaltungen interessieren, klicken Sie bitte hier!

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