Ankündigungen

Maria Sibylla Merian:
Natur und Kunst früh vereint

Selbst aus heutiger Sicht – geschweige denn in der Zeit um 1700 – ist die Leistung der Maria Sibylla Merian (1647-1717) höchst erstaunlich. Die Tochter des durch seine Städtepanoramen berühmten, aus Basel stammenden und in Frankfurt ansässigen Kupferstechers Matthäus Merian (1593-1650) zeigte schon als Kind zeichnerisches Talent. Ihr Stiefvater Jacob Marrel und dessen Schüler Abraham Mignon übernahmen ihre Ausbildung. Blumen und Insekten bildeten schon damals ihre bevorzugten Motive.

1665 heiratete Maria Sibylla Merian den Maler Johann Andreas Graff und zog mit ihm nach Nürnberg. Dort musste sie sich den starren Regeln der reichsstädtischen Ordnung beugen und konnte nur einfachere Arbeiten ohne Ölfarben ausführen. Sie verließ nach 20 Jahren ihren Mann und zog mit beiden Töchtern zu ihrem Stiefbruder ins niederländische Westfriesland, später nach Amsterdam. Dort reifte der mutige Plan einer Reise in die niederländische Kolonie Surinam (Südamerika), um die tropische Fauna und Flora kennenzulernen. Von 1699 bis 1701 lebte sie mit ihrer Tochter Dorothee im äquatornahen Surinam und fertigte Skizzen für ihr Hauptwerk Metamorphosis insectorum Surinamensium, das ihr als Naturforscherin und Künstlerin Weltruhm brachte – und der Welt einen neuen Blick auf die sonst so leicht verachteten Insekten. Außerdem widerlegte sie den damals noch als unumstößliche Wissenschaftsautorität akzeptierten Aristoteles, der Insekten als aus Schmutz und Schlamm hervorgehenden Wesen betrachtete.

Monika Pfützenreuter stellt Leben und Werk von Maria Sibylla Merian im Literaturkreis vor.

Freitag, 16. Juni 2017, 15 Uhr

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Thema des Monats:
Sympathie, Freundschaft, Liebe

Sympathische Menschen können unser Leben erleichtern, weiß nicht nur Professor Dr. Ferdinand Menne. Deshalb wünschen wir uns im Alltag den Umgang mit Menschen, die uns sympathisch sind. Aus Sympathie kann Freundschaft, gar Liebe entstehen. Das ist für viele ein Herzenswunsch. Ist aber Liebe eine besondere Form der Freundschaft, ist Freundschaft eine Liebesform?

Und wie ist es um die Kehrseite dieser drei Grundbegriffe bestellt, also um Unsympathisches, Unfreundliches, Liebloses? Wie steht es um Nächstenliebe, Tierliebe, Kinderliebe, Feindesliebe, Gottesliebe, wie um Freundschaft mit Kindern, Frauen- und Männerfreundschaft, Freundschaft zwischen den Geschlechtern? Im Widerspruch zu den unendlich vielen Fragen dieses Themenbereichs steht zudem oft die Beschreibung unserer Gesellschaft als kalt, unpersönlich oder alleinlassend.

Da wir alle Expertinnen und Experten für unser Leben sind oder sein sollten, spielen beim Thema des Monats die Erfahrungen und Meinungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine besondere Rolle.

Donnerstag, 22. Juni 2017, 15 Uhr

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Nicht nur Schloss Harkotten und Zuckervilla:

Dieter Siegers Weg zum schönen Wohnen

Dieter Sieger ist als Designer der Spitzenklasse international bekannt und vielfach ausgezeichnet. Geboren 1938 in Münster, hat der gelernte Maurer – sein Vater bestand auf einem ‚anständigen Beruf‘ – eine vielfältige, hochqualifizierte Ausbildung genossen – vom in der Abendschule erworbenen Fachhochschul-Abschluss über Ingenieurschule (Münster) und Werkkunstschule (Dortmund) – und sein Studium als Architekt mit Staatsexamen beendet.

Sein Interesse galt vor allem der Ausstattung von Räumen mit formvollendeten Produkten und Gebrauchsgegenständen aus besten Materialien. So steht er im Ruf eines Erneuerers der Badkultur; er widmete sich aber auch der Ausstattung von Segelbooten und Motoryachten. Das Sieger-Spektrum umfasst zum Beispiel Möbel, Leuchten, Accessoires und sogar Milchgläser – einem seiner Klassiker. Speziell in Münster ist er zudem bekannt für seine Domkunst-Objekte, darunter seine Dombausteine aus farbigem Acrylglas.

Seit 1988 betrieb er sein Büro auf Schloss Harkotten (Sassenberg-Füchtorf). 2003 übergab er die Geschäftsleitung seinen Söhnen Christoph und Michael. Dieter Sieger erwarb die Villa Terfloth an der Kreuzschanze, auch als Zuckervilla bekannt, und setzte das zu Beginn des 20. Jahrhunderts entstandene, markante, aber etwas derangierte Haus von Grund auf instand. Dort geht er seinen Neigungen nach: dem Entwerfen, Malen und Sammeln von Kunstobjekten. Sein Wohnsitz rückt ihn in die Nähe des Alten Backhauses. Hauptgrund, ihn als Gast beim Donnerstagsfrühstück begrüßen zu können, ist aber sein spannender und von vielen Stationen gekennzeichneter Weg durch sein Berufsleben. Davon erzählt Dieter Sieger am

Donnerstag, 6. Juli 2017, um 10 Uhr
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Stress? – Nein danke! Hans-Peter Groth
entspannt sich wieder – und andere mit

Diplom-Psychologe Hans-Peter Groth hat schon mehrfach seine Anti-Stress-Programme angeboten. Stress? – Nein danke! führt wieder in klassische Entspannungstechniken ein – jeweils am 2. und 4. Montag eines Monats: Progressive Muskelentspannung, autogenes Training, Atementspannung, kurze Übungen und eher meditativ angelegte Fantasiereisen, die Alltagssituationen erleichtern helfen, bilden das Repertoire, aber auch Körperwahrnehmung und Achtsamkeitsübungen gehören dazu.

Der Kurs ist zunächst für 8 Sitzungen konzipiert. Über einen später stattfindenden neuen Kurs wird danach gesprochen. Hans-Peter Groth bittet die Teilnehmer des ersten Kurses, sich dann erneut anzumelden. Zehn Plätze sind verfügbar – sollten Plätze frei bleiben, sind weitere Interessenten willkommen.

Die nächsten Treffen finden am 26. Juni, 10. Juli und 24. Juli statt,
jeweils um 13 Uhr 30

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