Ankündigungen

 Lyrikerin Nelly Sachs:
Nobelpreis nach schweren Jahren

Die literarische Qualität der Lyrikerin Nelly Sachs (1891-1970) wurde erst spät entdeckt. Einer wohlhabenden jüdischen Familie entstammend, wuchs sie im damals noch selbständigen Schöneberg bei Berlin auf und lebte weitgehend zurückgezogen im Elternhaus. Erste Veröffentlichungen in Berliner Zeitungen bewertete die Kritik positiv. 1940 emigrierte sie mit ihrer Mutter nach Stockholm, lernte schwedisch und übersetzte die Werke moderner schwedischer Lyriker ins Deutsche. Ihre eigenen Gedichte fanden nur langsam die Aufmerksamkeit von Lesern und Kritikern.

Nelly Sachs stand in reger Korrespondenz mit dem Lyriker Paul Celan,Nelly_Sachs_1966 dessen Auseinandersetzung mit dem Schicksal der Juden in Europa ihrer Thematik verwandt war. Erst in den 60er Jahren bekam Nelly Sachs mehrere Preise in Deutschland, darunter 1965 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. 1966 erhielt sie – gemeinsam mit dem israelischen Autor Samuel Joseph Agnon – den Nobelpreis für Literatur. Das Preisgeld verschenkte sie an Bedürftige. Über Leben und Werk von Nelly Sachs berichtet Monika Pfützenreuter im Literaturkreis.

Freitag, 27. Janur 2017, 15 Uhr

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Neujahrsempfang und Vernissage

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Tor oder nicht: Diese Frage konnte Malerin Angelika Federhen auf der Leinwand nicht entscheiden und überlässt die Antwort den Gästen von Neujahrsempfang und Vernissage im Backhaus.

‚Tapetenwechsel‘ im Backhaus, sozusagen: Beim Neujahrsempfang haben die Gäste Gelegenheit, die neu aufgehängten Bilder der Malgruppe zu bestaunen. Die Vernissage eröffnet unser selbst als Maler aktive Mitarbeiter Steve Rincklake van Endert. Zuvor bilanziert die Vorsitzende Brita Kurth die Höhepunkte des vergangenen Jahres 2016 und riskiert einen Blick auf das noch junge Backhaus-Jahr 2017. Die Gäste können sich außerdem an – in alter Backhaus-Gepflogenheit selbst hergestellten – Häppchen und Getränken stärken und die musikalische Begleitung durch Jürgen Prasse (Saxophon) und Joachim Puppa (Klavier) genießen.

Samstag, 14. Januar 2017, ab 11 Uhr

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Dorothee Sölle:
Sanft und streitbar, beredt und meditativ

In den sechziger und siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts erfuhr die evangelische Theologin Dorothee Sölle (1929-2003) viel öffentliche Aufmerksamkeit. Berühmt wurde ihre Reihe Politisches Nachtgebet in der Kölner Antoniterkirche, in der zu damals aktuellenen Themen wie Entwicklungshilfe, Strafvollzug, Schwangerschaftsabbruch oder  Schuld in der Nazizeit öffentlich diskutiert und meditiert wurde.

Die promovierte und habilitierte Dorothee Sölle war auch Autorindorothee-soelle-1929-2003 vieldiskutierter Bücher wie das paradox klingende Atheistisch an Gott glauben. Professor Dr. Ferdinand Menne sieht in Dorothee Sölle eine bemerkenswerte Frau und widmet ihr das Thema des Monats. Als Grundlage für die Veranstaltung dient Menne ein langes Gespräch des Schweizer Autors Peter Bichsel mit Dorothee Sölle: Das Recht, ein anderer zu werden.

Donnerstag, 19. Januar 2017, 10 Uhr

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Mystik und Widerstand

In seiner Reihe Der besondere Film erinnert Professor Dr. Ferdinand Menne mit Filmen, unter anderen von Rüdiger Sünner und einem frühen Interview mit Günter Gaus, an die unkonventionelle evangelische Theologin Dorothee Sölle (1929-2003). Die Veranstaltung trägt mit der Überschrift Mystik und Widerstand den Titel eines Sölle-Buchs.

dorothee-soelle-2Dorothee Steffensky-Sölle, geborene Nipperdey, geschiedene Sölle (1929-2003) und seit 1969 mit dem Theologen und früheren, später zur evangelischen Kirche konvertierten Benediktiner Fulbert Steffensky (* 1933) verheiratet, galt als Poetin, Mystikerin, politische Theologin und sogar Feministin.

Statt des zuckersüßen, rosa Jesus forderte sie Solidarität der Trauernden. Für Sölle, die Mutter von vier Kindern, fallen Kampf und Kontemplation … irgendwann zusammen.

 Donnerstag, 26. Januar 2017, 15 Uhr

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