Programm

Mit mehreren Deutschlandpremieren und einer Europapremiere startet das Filmfestival Münster vom 23. bis 27. September 2015 im Cineplex in seine 16. Ausgabe. Drei Wettbewerbe in den Bereichen Lang- und Kurzfilm, liebevoll kuratierte Nebenreihen, Medienkunst- und Foto-Ausstellungen, ein Kinder- und Jugendprogramm sowie ein Symposium zu alternativen Formen des Filmemachens und die Tage des Provinzfilms stehen auf dem Programm.

SPIELFILMWETTBEWERB (EUROPA)
Acht Langfilme gehen ins Rennen um den Preis für die beste Regiearbeit (dotiert mit 5.000 Euro), der von einer internationalen Jury vergeben wird. Besonderes 
Augenmerk liegt auf jungen Filmemachern, die ihren ersten oder zweiten Kinofilm vorstellen, dem europäischen Kino neue Impulse verleihen und durch ihre außergewöhnliche Erzählweise oder Bildsprache bestechen.

KURZFILMWETTBEWERB (D/A/CH)
Das Filmfestival Münster hat sich mit seinem traditionellen Kurzfilmwettbewerb über die Jahre hinweg einen hervorragenden Ruf in der Kurzfilmszene erworben. Insbesondere durch seine unkonventionelle Auswahl konnten immer wieder vielversprechende Talente entdeckt werden, die beim Filmfestival Münster einen ihrer ersten Preise erhielten und die später eine Karriere mit vielen Auszeichnungen machten.
Aus mehr als 550 Einreichungen werden etwa 50 Filme ausgewählt. Alle Genres, alle Themen, alle Ausdrucksformen sind erwünscht — der Wettbewerb zeichnet so ein lebendiges Bild der aktuellen Kurzfilmszene in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
 Drei Nachwuchsförderpreise werden vergeben, die insgesamt mit 7.000 Euro dotiert sind: Der Große Preis der Filmwerkstatt, der WDR Studio Münster Förderpreis sowie der Publikumspreis, gestiftet von den Münsterschen Filmtheater-Betrieben.

WESTFALEN CONNECTION
Die Region bringt nicht nur höchst erfolgreiche Fernsehkrimis hervor, sie ist mehr als nur „Provinz“. Das dokumentiert die Sektion mit Filmen aus Münster und dem Münsterland seit vielen Jahren. In diesem Jahr wird die Sektion „Münster Connection“ auf Beiträge aus ganz Westfalen erweitert. In diesem Rahmen laufen auch die Musikvideos, die Münsteraner Jugendliche in zwei Sommerworkshops selbst gedreht und geschnitten haben.

FOCUS NL
Der deutschlandweit einmalige Länderschwerpunkt mit Filmen aus den Niederlanden resultiert aus der langjährigen Kooperation der Filmwerkstatt Münster mit Kollegen aus den Niederlanden. Diese fruchtbare Zusammenarbeit wurde bereits 1997 durch die Gründung der gemeinsamen „Stichting film|spiegel“ besiegelt. Neben einer Auswahl an aktuellen niederländischen Filmen widmen wir dem Kameramann Robby Müller eine Hommage.

NIGHTWATCH
Es sind nur Filme, aber sie sind hinterhältig. Zu später Stunde locken sie ahnungslose Zuschauer in dunkle Kinosäle, folgen ihnen anschließend unbemerkt nach Hause und rauben ihnen dort den wohlverdienten Schlaf. Was, wenn es nicht nur Filme wären? Und welche kranken Geister stecken hinter den Thrillern und Horrorfilmen der Sektion „Nightwatch“?

JUGENDPROGRAMM
Dieses Programm wurde speziell für Kinder und Jugendliche von 10 bis 14 Jahren zusammengestellt und präsentiert Langfilme abseits des regulären Kinoprogramms. Preisgekrönte Beiträge, unterhaltsam und unkonventionell, ermöglichen dem jungen Publikum einen Zugang zur internationalen Filmkunst.

AND IN THE MEANTIME A LATTE MACCHIATO
Ausstellung – Positionen zur Video- und Medienkunst
Bereits zum dritten Mal ist das Filmfestival Münster mit einer Ausstellung zu Gast in der Kunsthalle Münster. Mit acht Positionen der zeitgenössischen Videokunst stellt die Schau die Frage nach kollektiv erfahrenen Übergangszuständen. Der Weg vom Zögern zum Aufbrechen konfrontiert uns mit Erwartungen, Hoffnungen, aber auch mit Zweifeln und Unentschlossenheit. Eine Gesellschaft in der Schwebe, unentschlossen, zwischen Spektakel und Langeweile hin- und her gerissen. In diesem Spannungsfeld bewegen sich die gezeigten Arbeiten auf unterschiedliche Weise. Zu sehen sind Filme und Videoinstallationen von Johanna Billing, Persijn Broersen & Margit Lukácz, David Hahlbrock & Robert Olawuyi, Jan Hoeft, Alwin Lay, Inge Meijer, Jana Kerima Stolzer und Britta Thie. Eingeladen wurden sie von der Kölner Medienkünstlerin Julia Weißenberg.

FILMLAB 3.0
Alternative Formen des Filmemachens – darum dreht sich das filmLab 3.0. Ziel des zweitägigen Symposiums ist es, unabhängige Organisationen zu vernetzen, die mit kleinem Budget Filme produzieren, Screenings veranstalten sowie Filmbildung und DIY-Kultur vermitteln. Seitdem das Filmfestival Münster das filmLab 2011 ins Leben rief, hat es bereits zahlreiche Kontakte, Koproduktionen und eine gemeinsame Internetplattform hervorgebracht. 2015 soll es darum gehen, weitere konkrete Projekte und Maßnahmen zu finden, um der alternativen Filmkultur eine stärkere Lobby zu verschaffen.

TAGE DES PROVINZFILMS IM CINEMA MÜNSTER
Im Mittelpunkt der diesjährigen „Tage des Provinzfilms“ von Filmservice Münster.Land und Cinema steht frei nach dem Motto von Busso Mehring „Siehste, so siehste aus“ (aus dem Kultfilm „Alle Jahre wieder“) das Porträt. Gezeigt werden drei Film-Bildnisse aus der Provinz. Zu sehen sind berührende, lustige, nachdenkliche und sehr persönliche Geschichten über zwei ganz verschiedene Bauern, einen zugezogenen Baron und eine mutige Gastwirtin. Im Anschluss an die Filmvorführungen laden die Filmemacher zum Gespräch in den Orangenen Provinzsalon im „neben*an“ ein.
Nähere Informationen zu den Tagen des Provinzfilms unter www.filmservice-muenster-land.de und www.cinema-muenster.de