27.04.14, 19:04 Bürgerfunk Aktion zur Kommunalwahl mit moNoKultur

Bürgerfunk-Aktion zur Kommunalwahl 2014 – Thema “Freie Kulturszene Münster”

“Initiative moNOkultur” beteiligt sich an Radio-Reihe mit Wahlprüfsteinen mit Partei-Positionen zur Kommunalwahl 2014 – transparent und vergleichbar.

Wann: Am Sonntag, 27. April, 19.04 Uhr, Antenne Münster auf 95,4 MHz

In sechs Sonntagssendungen bis zur Kommunalwahl geht es um die Themenbereiche Wohnen, Flüchtlinge, Freie Kultur, Jugend, Hafen und Stadthaushalt. Zu jedem Thema entwickeln Aktive oder bürgerschaftlich Engagierte – Initiativen, Vereine, Kulturschaffende – jeweils drei Fragen. Alle acht Ratsparteien sind eingeladen, dazu Statements abzugeben, die im Bürgerfunkstudio des medienforum münster e. V. aufgezeichnet werden. Daraus entstehen rund einstündige Themensendungen, die einen Überblick bieten über das Spektrum der Standpunkte. (Infos zur Sendung unter: http://www.muenster.org/medienforum/aktuelles/wahl-lokal-muenster-buergerfunk-aktion-zur-kommunalwahl-2014)

Frage 1: Optional oder unverzichtbar? Münsters freie Kulturszene organisiert jedes Jahr eine drei- bis vierstellige Anzahl von kulturellen Angeboten. Betrachten Sie diese Aufführungen, Konzerte und Events eher als optionale Ergänzung einer “Leitkultur”, die in den großen Kulturinstitutionen präsentiert wird – oder als unverzichtbare Säule innerhalb eines heterogenen städtischen Kulturlebens?

Frage 2: Wie kriegen wir die Lücke geschlossen? Ende Februar 2014 schrieb Günter Jeschonnek, Leiter der Bundesstiftung Fonds Darstellende Künste: „Die Grenzen zwischen den beiden Bereichen [Freie Szene und Stadt-/ Staatstheater] sind längst aufgeweicht und immer öfter produktiv für beide Seiten. Die freie Theater- und Tanzlandschaft macht inzwischen mehr als 50 Prozent aller im Bereich der darstellenden Künste Tätigen aus.“ Auch die festen Häuser selber besetzen immer häufiger wichtige Positionen bis hin zur Künstlerischen Leitung mit Akteuren der Freien Szene und unterstreichen damit deren Rolle als Erneuerer und Impulsgeber. Trotzdem klaffen Honorare und Arbeitsbedingungen zwischen beiden Bereichen eklatant auseinander, zu Ungunsten der „Freien“. Wie beurteilen Sie die Möglichkeiten und Verpflichtungen der Politik, diese Lücke in Zukunft zu schließen oder zumindest zu verkleinern, ohne dass dies durch eine bloße Umverteilung zu Lasten anderer kultureller Institutionen fallen sollte?

Frage 3: Wo soll die Reise hingehen? Wo möchten Sie und Ihre Partei in den kommenden Jahren die Schwerpunkte in der Kulturpolitik setzen? Was soll kommen, was kann bleiben, was muss gehen? Wie sieht für sie in 5-10 Jahren eine moderne Stadtlandschaft aus – und wo sehen Sie zukünftig Position und Aufgaben der Freien Szene?