Nicht nur in den Namen der beiden Straßen Lüderitzweg und Woermannweg gibt es in Münster Bezüge zum deutschen Kolonialismus. Auch an anderen Stellen der Stadt und ihrer Umgebung finden sich koloniale Spuren. Diese werden nun in einem neuen Sammelband im Transcript-Verlag beleuchtet.

Die einzelnen Beiträge in dem von Philipp Erdmann und Felicity Jensz herausgegebenen Band behandeln unter anderem die Münsteraner Kolonialausstellung und Völkerschauen, das Trainkdenkmal, Kolonialismus in Universität und Schule, lokale Kolonialgesellschaften sowie zeitgenössische Darstellungen des kolonialen Geschehens in Münsteraner Zeitungen.
Auch die Straßen Lüderitzweg und Woermannweg kommen im Buch vor. Ein Überblicksartikel stellt neben diesen beiden Straßen in Gremmendorf noch weitere Straßen mit Kolonialbezug vor. Schließlich skizziert die Initiative zur Umbenennung des Lüderitzwegs und des Woermannwegs in einem eigenen Beitrag den Umgang mit den Straßennamen seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs bis hin zu den Bemühungen um Umbenennung dieser Tage.