{"id":40,"date":"2018-04-30T20:06:05","date_gmt":"2018-04-30T18:06:05","guid":{"rendered":"http:\/\/muenster.org\/schanze\/?page_id=40"},"modified":"2023-05-06T17:05:54","modified_gmt":"2023-05-06T15:05:54","slug":"geschichte","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/muenster.org\/schanze\/geschichte\/","title":{"rendered":"Geschichte"},"content":{"rendered":"<p>Unsere Jubil\u00e4umsschrift ist 2019 im Daedalus Verlag erschienen; facettenreich von vier Kunsthistorikerinnen und zwei Autoren geschrieben zu verschiedenen Aspekten der Geschichte der Freien K\u00fcnstlergemeinschaft Schanze.<\/p>\n<p>Im Buchhandel ist sie erh\u00e4ltlich unter der ISBN-Nummer 978-3-89126-100-2.<\/p>\n\n\n<p>Ausz\u00fcge aus der Jubil\u00e4umsschrift &#8222;<strong>100 Jahre Freie K\u00fcnstlergemeinschaft Schanze<\/strong>&#8220; von der Kunsthistorikerin Frau Dr. B\u00e4rbel J\u00e4ger:<br><br>&#8222;Der Gr\u00fcndungsmythos der Freien K\u00fcnstlergemeinschaft Schanze ist fester Bestandteil von Katalogen und Chroniken vergangener Jubil\u00e4umsausstellungen. Er beruht auf der \u00fcberlieferten Initiative des M\u00fcnsteraners Bernhard Peppinghege, der als Kriegsheimkehrer per Inserat in der lokalen Presse Gleichgesinnte aller k\u00fcnslterischen Disziplinen auffordert &#8222;in jener Zeit schwersten seelischen und materiellen Zusammenbruchs&#8230; k\u00fcnstlerisch-sch\u00f6pferisches Neuland&#8220; zu betreten&#8230;.&#8220; (S. 27)<br><br>&#8222;Die engagiert-idealistischen Vorstellungen der Gr\u00fcnder zeigen sich auch darin, dass verschiedene kulturrelevante Metiers unter dem &#8222;<code>\u00b4<\/code>Schanzedach\u00b4<br>versammelt sein sollen, einem lebendigen Austausch unter allen sch\u00f6pferisch T\u00e4tigen f\u00f6rderlich&#8230; (S. 27)<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;..hat sich die Vereinigung vorsorglich schon 1967 entschieden, einen F\u00f6rderpreis zu stiften. Auf den eigenen Weg r\u00fcckblickend, vorbildlich Peppingheges Maxime &#8222;Es muss was f\u00fcr die Kunst getan werden belebend, sollen junge Kunstschaffende der \u00d6ffentlichkeit vorgestellt und ein Geldpreis verliehen werden. Ausschlaggebend ist allein Qualit\u00e4t, weder Ausbildung noch Kunstgattung.&#8220; (S.45)<br><br>&#8222;Ab Fr\u00fchsommer 1976 stellen K\u00fcnstler\/innen der Schanze im Foyer der St\u00e4dtischen B\u00fchnen aus. Die sogenannte `  Schanzenwand\u00b4   steht Malern und Grafikern zur Verf\u00fcgung, Plastiker wie Kunsthandwerker zeigen ihre Arbeiten im Raum, sodass wieder verschiedene Techniken am Ausstellungsort repr\u00e4sentiert sind.&#8220; (S. 46)<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Bis in die zweite H\u00e4lfte der 1990er Jahre bleibt die \u00b4  Schanzenwand\u00b4  im Gro\u00dfen Haus der verl\u00e4ssliche Pr\u00e4sentationsort f\u00fcr alle aktiven Mitglieder. Hinzu kommen Landes- sowie Stadtmuseum mit ausgew\u00e4hlten Sonderschauen.&#8220; (S.47)<br><br>&#8222;In der R\u00fcckschau entsteht das \u00b4  Bild\u00b4  einer K\u00fcnstlerschaft, die es trotz widrigen gesellschaftspolitischen Zeitenwandels verstanden hat, die Substanz des urspr\u00fcnglichen Aufbruchs zu bewahren; einer &#8222;jungen (hier explizit \u00b4  freien\u00b4  , d.V.) Kunst zum Durchbruch zu verhelfen.&#8220;&#8220; (S. 48)<br><br>&#8222;Daher gilt auch nach hundert Jahren &#8222;Freie K\u00fcnstlergemeinschaft Schanze&#8220; in Abwandlung der aufmunternden Losung Friedrich Liels zuzustimmen: Bitte \u00b4 schanzt\u00b4   weiter!&#8220; (S.49)<br><br><br>Und hier weiteres Geschichtliches zu unserem hundertj\u00e4hrigen Jubil\u00e4um 2019:<\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\" id=\"cc-m-header-7436053411\">&#8220;Wir schanzen weiter&#8220;<\/h1>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"cc-m-header-7436053511\">&#8211; DIE FREIE K\u00dcNSTLERGEMEINSCHAFT SCHANZE E.V. WIRD 100 JAHRE<\/h3>\n\n\n\n<p>&nbsp;Endlich ist es soweit, Ende dieses Jahres wird die 1919 gegr\u00fcndete &#8220;Freie<\/p>\n\n\n\n<p>K\u00fcnstlergemeinschaft SCHANZE e.V.&#8220; ihren hundertsten Geburtstag feiern, somit<\/p>\n\n\n\n<p>zeitgleich mit dem &#8222;st\u00e4dtischen Symphonieorchester&#8220;, der &#8222;Westf\u00e4lischen Schule f\u00fcr<\/p>\n\n\n\n<p>Musik&#8220; und der &#8222;Musikhochschule&#8220;. In ihrer 100-j\u00e4hrigen Geschichte hat die Schanze<\/p>\n\n\n\n<p>immer wieder befruchtende Impulse f\u00fcr die Kultur in M\u00fcnster gesetzt, darum zeigen wir<\/p>\n\n\n\n<p>einen \u00dcberblick \u00fcber 100 Jahre SCHANZE. Also: Augen auf f\u00fcr die Ausstellungen und<\/p>\n\n\n\n<p>Veranstaltungen, welche die SCHANZE in diesem Jahre initiiert, darunter eine<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ausstellung in den Schaufenstern am Prinzipalmarkt<\/strong> sowie eine <strong>Darstellung der Schanze<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>bis zum Ende des zweiten Weltkrieges im Stadtmuseum M\u00fcnster.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die SCHANZE &#8211; <strong>1919<\/strong> als erste noch bestehende K\u00fcnstlervereinigung in M\u00fcnster<\/p>\n\n\n\n<p>gegr\u00fcndet &#8211; ist als \u00f6ffentliche, von B\u00fcrgern getragene Institution der Kunstf\u00f6rderung in<\/p>\n\n\n\n<p>M\u00fcnster verpflichtet. Sie ist eine der <strong>\u00e4ltesten noch bestehenden Vereinigungen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Kunstschaffender in Deutschland<\/strong>, wie der &#8220;Malkasten&#8220; von 1848 in D\u00fcsseldorf oder der<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Deutsche K\u00fcnstlerbund&#8220; von 1903 . Zur Zeit hat die SCHANZE 30 Aktive aus den<\/p>\n\n\n\n<p>Bereichen <strong>Malerei, Bildhauerei, Architektur und angewandte Kunst<\/strong> ; \u00fcber die Jahre waren<\/p>\n\n\n\n<p>\u00fcber 200 K\u00fcnstler in der SCHANZE t\u00e4tig.<\/p>\n\n\n\n<p>Der unabh\u00e4ngige, private Verein versteht sich als <strong>Plattform f\u00fcr Kunstschaffende und<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Kunstinteressierte sowie als Sprachrohr seiner Mitglieder in kulturpolitischen Anliegen<\/strong>. In<\/p>\n\n\n\n<p>der Regel finden j\u00e4hrlich 4 bis 10 Ausstellungen in M\u00fcnster und im Umland statt. Neben<\/p>\n\n\n\n<p>regelm\u00e4\u00dfigen <strong>\u00f6ffentlichen Treffen im &#8220;Pablo<\/strong>&#8220; gesellt sich die im Jahr 2010 von dem<\/p>\n\n\n\n<p>Schanzer Prof. Speckmann und der WWU initiierte <strong>Vorlesungsreihe &#8222;Last Exit Kunst&#8220;<\/strong> zu<\/p>\n\n\n\n<p>ihren Aktivit\u00e4ten.<\/p>\n\n\n\n<p>Die SCHANZE verfolgt eine offene, freie Ausstellungsprogrammatik, deren thematische<\/p>\n\n\n\n<p>Schwerpunkte sich durch die Interessen der Mitglieder bilden, u.a. mit dem Ziel, die<\/p>\n\n\n\n<p>Freiheit der Kunst zu sichern, verschiedenen Str\u00f6mungen der Kunst ein Forum zu geben<\/p>\n\n\n\n<p>und junge K\u00fcnstler zu f\u00f6rdern.<\/p>\n\n\n\n<p>Die SCHANZE ist offen f\u00fcr alle bildenden K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstler mit einem<\/p>\n\n\n\n<p>eigenst\u00e4ndigen k\u00fcnstlerischen Werk. Der <strong>Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer<\/strong> der SCHANZE wird <strong>Kanzler<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>oder <strong>Kanzlerin<\/strong> genannt und f\u00fcr drei Jahre gew\u00e4hlt, die derzeitige Kanzlerin ist <strong>Miriam<\/strong> .<\/p>\n\n\n\n<p>Als eingetragener Verein beteiligt sich die SCHANZE aktiv am k\u00fcnstlerischen Leben der<\/p>\n\n\n\n<p>Stadt und der Region und am internationalen kulturellen Austausch. Dabei sind die Ideen<\/p>\n\n\n\n<p>der Mitglieder Leitbild f\u00fcr die verschiedenen Projekte. Die SCHANZE kooperiert dabei<\/p>\n\n\n\n<p>mit den unterschiedlichsten F\u00f6rderen. Regelm\u00e4\u00dfige Treffen, Diskussionsveranstaltungen<\/p>\n\n\n\n<p>und Vortr\u00e4ge dienen der Vernetzung von K\u00fcnstlern und \u00d6ffentlichkeit, ebenso unsere<\/p>\n\n\n\n<p>Homepage und die Internetseite <strong>&#8222;kunstwissen.de&#8220;.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>1<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p>Nach dem Ende des ersten Weltkrieges sahen B\u00fcrger den Bedarf eines kulturellen<\/p>\n\n\n\n<p>Neuanfangs. In diesem Sinne ist auch die Gr\u00fcndung der Schanze zu sehen; im kulturellen<\/p>\n\n\n\n<p>Feld in M\u00fcnster gab es schon eine Vereinigung der Kunstliebhaber im &#8220;Westf\u00e4lischen<\/p>\n\n\n\n<p>Kunstverein&#8220; und das &#8220;Westf\u00e4lische Landesmuseum&#8220;, nun wurde mit der &#8220;SCHANZE&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>eine Vereinigung der K\u00fcnstler gegr\u00fcndet.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Angelmodder Maler <strong>Bernhard<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Peppinghege<\/strong> (1893\u20131966) ver\u00f6ffentlichte in der Zeitung eine Anzeige, in der er zu einem<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Treffen zur Gr\u00fcndung einer K\u00fcnstlervereinigung<\/strong> aufrief. Die Gr\u00fcndungsversammlung soll<\/p>\n\n\n\n<p>im Jahr 1919 im <strong>&#8222;Lortzingsaal&#8220;<\/strong> des Caf\u00e9 Grotemeyer (Salzstra\u00dfe 24) stattgefunden haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Anwesend waren neben den Malern Bernhard Peppinghege und Bernhard Br\u00f6ker (1883\u20131969) Ernst Hermanns (senior), Friedrich Liel sowie die Bildhauer Albert Mazzotti<\/p>\n\n\n\n<p>(senior) und Aloys R\u00f6hr (1887\u20131953). Im ersten Jahr aufgenommen wurden zudem u.a.<\/p>\n\n\n\n<p>die Schriftsteller Hans Roselieb (1884\u20131945), Peter Althaus (1892\u20131965), Adolf Thiele<\/p>\n\n\n\n<p>und Hans-Ludwig \u00d6ser, der Musiker und Maler Fassbaender, der Tanzlehrer Wessing<\/p>\n\n\n\n<p>sowie der Theaterdirektor Kr\u00fcger.<\/p>\n\n\n\n<p>Weitere K\u00fcnstler und F\u00f6rderer schlossen sich an, und die Gruppe entfaltete in den 1920er<\/p>\n\n\n\n<p>und 1930er Jahren eine rege Ausstellungst\u00e4tigkeit. Aber nicht nur ihr k\u00fcnstlerisches,<\/p>\n\n\n\n<p>sondern auch ihr gesellschaftliches Engagement fand die Aufmerksamkeit der<\/p>\n\n\n\n<p>m\u00fcnsterischen \u00d6ffentlichkeit, vor allem ihre phantasievollen, einem breiten Publikum<\/p>\n\n\n\n<p>offenen Karnevalsfeste. Jedes Jahr wurde ein gro\u00dfer Kost\u00fcmball abgehalten, der zu den<\/p>\n\n\n\n<p>H\u00f6hepunkten der Saison z\u00e4hlte.<\/p>\n\n\n\n<p>Von Anfang an schm\u00fcckten aufwendige und phantasievolle Dekorationen die jeweiligen<\/p>\n\n\n\n<p>Festr\u00e4ume. Auch die Plakate, Einladungen und Eintrittskarten wurden von den K\u00fcnstlern<\/p>\n\n\n\n<p>humorvoll gestaltet.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Fest hatte <strong>jedes Jahr ein Motto. Manchmal war es ein Spiel mit W\u00f6rtern, die<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Malutensilien bezeichnen<\/strong>, wie z. B. <strong>\u201eCircus Chromgelb\u201c.<\/strong> Manchmal war es aber auch<\/p>\n\n\n\n<p>geheimnisvoll, wie z. B. \u201eTabu Maski\u201c oder \u201eSey Pu Puh\u201c. Das R\u00e4tsel wurde dann erst in<\/p>\n\n\n\n<p>der Ballnacht gel\u00f6st \u00fcber die Dekorationen, den Aufzug der K\u00fcnstler und den eigens f\u00fcr<\/p>\n\n\n\n<p>jedes Fest getexteten und komponierten Schlager. W\u00e4hrend des Zweiten Weltkriegs und in<\/p>\n\n\n\n<p>den ersten Jahren der Nachkriegszeit fanden keine Feste der SCHANZE statt. Erst seit<\/p>\n\n\n\n<p>1948 lud die K\u00fcnstlergemeinschaft wieder zum Karnevalsball ein und kn\u00fcpfte damit an die<\/p>\n\n\n\n<p>Vorkriegstradition an.<\/p>\n\n\n\n<p>Bis Ende der sechziger Jahre hatte die Schanze einen professionellen<\/p>\n\n\n\n<p>Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer und R\u00e4umlichkeiten, zuerst an der Josephskirche, dann im<\/p>\n\n\n\n<p>Bahnhof zusammen mit dem Wolfgang &#8211; Borchert &#8211; Theater. Bis in die 40er Jahre<\/p>\n\n\n\n<p>gab es eine j\u00e4hrliche Ausstellung im Landesmuseum. Der in die USA emigrierte<\/p>\n\n\n\n<p>Bauhausk\u00fcnstler Josef Albers aus Bottrop wurde 1959 zusammen mit &#8222;Mutter<\/p>\n\n\n\n<p>Clasing&#8220; Ehrenmitglied der SCHANZE. Die SCHANZE kann zudem als Vorbild f\u00fcr<\/p>\n\n\n\n<p>die Gr\u00fcndung der K\u00fcnstlergruppe &#8222;Junger Westen&#8220; (1948-1962) in<\/p>\n\n\n\n<p>Recklinghausen gelten, deren Mitbegr\u00fcnder der Maler Emil Schumacher auch<\/p>\n\n\n\n<p>Mitglied der SCHANZE war. Auch Ernst Hermanns jr., der international bekannte<\/p>\n\n\n\n<p>Stahlbildhauer, war kurzzeitig Mitglied der SCHANZE und hat mit ihr ausgestellt.<\/p>\n\n\n\n<p>Nachdem das Land NRW die finanzielle F\u00f6rderung der SCHANZE radikal<\/p>\n\n\n\n<p>herunterfuhr, mussten der feste Ausstellungsort und der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer<\/p>\n\n\n\n<p>aufgegeben werden, und es begann eine wechselvolle Zeit.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>2<\/p>\n\n\n\n<p>1982 wurde <strong>Klaus Ebert<\/strong> zum Kanzler (Vorsitzenden) der Vereinigung gew\u00e4hlt und<\/p>\n\n\n\n<p>hatte dieses Amt insgesamt 15 Jahre inne (1982\u20131988 und 1992\u20132000). In seine<\/p>\n\n\n\n<p>Kanzlerschaft fielen intensive Kontakte zur niederl\u00e4ndischen Kunstszene, vor<\/p>\n\n\n\n<p>allem nach Enschede. Von 2000 bis 2003 war der Musiker und K\u00fcnstler Willi<\/p>\n\n\n\n<p>Landsknecht Kanzler.<\/p>\n\n\n\n<p>Unter seiner \u00c4gide wurde die SCHANZE Teil des Deutsch-<\/p>\n\n\n\n<p>Russischen Dialogs. Die SCHANZE stellte in St. Petersburg aus und lud russische<\/p>\n\n\n\n<p>K\u00fcnstler nach M\u00fcnster ein. Von 2003 bis 2015 war der Beuyssch\u00fcler Klaus<\/p>\n\n\n\n<p>Tesching Kanzler der SCHANZE. In seine Zeit fiel der Austausch mit der<\/p>\n\n\n\n<p>Partnerstadt von M\u00fcnster, die englische Stadt York und er realisierte die erste<\/p>\n\n\n\n<p>dortige Beuysausstellung. 2009 erwarb das Stadtmuseum aus dem Nachlass des<\/p>\n\n\n\n<p>Malers und Grafikers Hans Kraft (1895-1978) eine Reihe von Plakaten und<\/p>\n\n\n\n<p>Plakatentw\u00fcrfen f\u00fcr Karnevalsfeste der SCHANZE. Mit der Partnerschaft zur<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Galerie K\u00f6nig,<\/strong> M\u00fcnster gelang es, eine 400 qm gro\u00dfe best\u00e4ndige<\/p>\n\n\n\n<p>Ausstellungsgalerie f\u00fcr die SCHANZE zu sichern. <strong>2017<\/strong> kam das Photobuch<\/p>\n\n\n\n<p>&#8220;Kunstszene M\u00fcnster &#8220; von Ulrich Karst und der SCHANZERIN <strong>Ilse Wecker<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>heraus, dass ein <strong>&#8220;Who is who&#8220; der Kulturschaffenden in M\u00fcnster darstellt.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Begriff &#8222;Schanze&#8220; wird auch heute noch in der m\u00fcnsterschen Innenstadt als<\/p>\n\n\n\n<p>Ortsbezeichnung verwendet und geht auf die <strong>mittelalterliche Stadtbefestigung<\/strong> zur\u00fcck. Die<\/p>\n\n\n\n<p>Gr\u00fcndergruppe benutzte den Begriff &#8218;<strong>&#8218;SCHANZE&#8220;,<\/strong> der eine Art &#8220;Schutzwall&#8220; bezeichnet,<\/p>\n\n\n\n<p>um zu <strong>demonstrieren, dass sich die \u00f6rtlichen K\u00fcnstler gegen die zu erwartenden Angriffe<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>auf neue Darstellungsweisen wappnen wollten<\/strong>. &#8211; So war eine Motivation des<\/p>\n\n\n\n<p>Zusammenschlusses also auch <strong>das gemeinsame Vorgehen gegen die Bevormundung durch<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>den Staat, mit dem Ziel, die Freiheit der Kunst zu sichern und den verschiedenen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Str\u00f6mungen der Kunst ein Forum zu geben<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>Die bekanntesten Mitglieder bzw. Mitaussteller der &#8220;SCHANZE&#8220; sind unter anderem<\/p>\n\n\n\n<p>Bernhard Br\u00f6ker, Carl Busch, Ernst Hase, Hanns-Hubertus Graf von Merveldt, Josef<\/p>\n\n\n\n<p>Wedewer, Josef Albers, Emil Schumacher , Ernst Hermanns jr. und das m\u00fcnstersche<\/p>\n\n\n\n<p>Unikat Axel Schul\u00df.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Motto <strong>&#8222;Wir schanzen weiter&#8220;<\/strong> will nach innen und nach au\u00dfen die Botschaft<\/p>\n\n\n\n<p>transportieren, dass der Jubilar noch gut dabei ist. <strong>Die Schanze l\u00e4dt Sie ganz herzlich zu<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>allen Veranstaltungen ein.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>KT<\/p>\n\n\n\n<p>3<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><strong>SCHANZE e.V.<\/strong> &#8211; Mitglied\/ ehemaliger Kanzler<\/p>\n\n\n\n<p>Klaus Tesching | Marsweg 20 | 48163 M\u00fcnster<\/p>\n\n\n\n<p>tel: 02501- 58425<\/p>\n\n\n\n<p>klaus@tesching.info<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unsere Jubil\u00e4umsschrift ist 2019 im Daedalus Verlag erschienen; facettenreich von vier Kunsthistorikerinnen und zwei Autoren geschrieben zu verschiedenen Aspekten der Geschichte der Freien K\u00fcnstlergemeinschaft Schanze. Im Buchhandel ist sie erh\u00e4ltlich unter der ISBN-Nummer 978-3-89126-100-2. Ausz\u00fcge aus der Jubil\u00e4umsschrift &#8222;100 Jahre Freie K\u00fcnstlergemeinschaft Schanze&#8220; von der Kunsthistorikerin Frau Dr. B\u00e4rbel J\u00e4ger: &#8222;Der Gr\u00fcndungsmythos der Freien K\u00fcnstlergemeinschaft &hellip; <a href=\"https:\/\/muenster.org\/schanze\/geschichte\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Geschichte<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"class_list":["post-40","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/muenster.org\/schanze\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/40","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/muenster.org\/schanze\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/muenster.org\/schanze\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/muenster.org\/schanze\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/muenster.org\/schanze\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=40"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/muenster.org\/schanze\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/40\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":869,"href":"https:\/\/muenster.org\/schanze\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/40\/revisions\/869"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/muenster.org\/schanze\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=40"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}