Do., 14.09.: Tigris Rebellen

07.09.2017

Ein Dokumentarfilm über ein kurdisches Dorf in der Türkei, das gegen seine Unterdrücker – feudale Großgrundbesitzer, die Armee und der Bau eines Wasserdamms – seit über 40 Jahren rebelliert.

eine Veranstaltung der „Perspektive Rojava“ in Kooperation mit „Debatte e.V.“ Münster

anschließend Gespräch mit dem Kölner Regisseur des Films Nedim Hazar

Donnerstag, 14.09.2017, 19.00 Uhr
Cinema, Warendorferstr. 45-46
48145 Münster

Weitere Infos zum Film gibts auf der Website tigrisrebellen.de oder auf den Seiten des Cinemas.

(mehr …)

Vortrag & Diskussion: Demokratie oder Alleinherrschaft? – Die Türkei vor der Abstimmung zum Präsidialsystem

20.03.2017

Eine Veranstaltung unserer Freund*innen vom odak e.V. Am 22. März um 19.00 Uhr in Raum S10 im Schloss zu Münster.

Die Veranstaltung auf facebook

Der Flyer zum Download

15.1. – 22.2.: Fotoausstellung „Back to Rojava“

11.01.2017

Mark Mühlhaus vom Fotografen-Kollektiv attenzione photographers, hat unmittelbar nach der Befreiung von Kobane die Region Rojava besucht und im Anschluss diese beeindruckende Ausstellung konzipiert.

Die Ausstellung umfasst 25 großformatige Fotografien (A0 und A1), die aufgeteilt auf die vier Veranstaltungsräume zu sehen sind. Alle Fotografien können mit Rahmen zum Solidaritätspreis von 150 Euro (DIN A0) bzw. 95 Euro (DIN A1) käuflich erworben werden. Alle übrigen Fotos werden auf der Finissage im SpecOps am 22. Febuar versteigert werden. Mit dem Erlös unterstützen wir den Wiederaufbau in Kobane.

Eröffnung: So 15.1.2017 | 15 Uhr | F24, Frauenstraße 24
mit Martin Glasenapp (medico international), Szenischem Theater und Kurdischer Musik (Koma Berxwedan)

Finissage: Mi 22.2.2017 | 19:30 Uhr | SpecOps, Von-Vinke-Str. 5
mit kulturellem Rahmenprogramm, Filmvorführung und Versteigerung der Ausstellungsobjekte


Weitere Infos:

16.11.: Die Geopolitik von Öl und Erdgas – und Kurdistan

04.11.2016

hernandez„Perspektive Rojava“ lädt ein zur Vortrags- und Diskussionsveranstaltung.

Ivo Hernandez (Politikwissenschaftler, Münster) untersucht in seinem Vortrag die Energieressourcen in den kurdischen Gebieten um ein besseres Verständnis für die anhaltenden kriegerischen Auseinandersetzungen in der Region zu schaffen.

Die Veranstaltung wird unterstützt durch die Hochschulgruppe Analyse & Kritik und findet statt am 16.11.2016 um 18:00 Uhr im Schloss Münster, Raum S 2


Stoppt die Repressionen gegen migrantische Selbstorganisierung in der BRD!

27.07.2016

Azadi_FreiheitBeinahe unbemerkt von der kritischen Öffentlichkeit – auch weiten Teilen der radikalen Linken – ist dieses Jahr in der BRD die Repressionswelle gegen migrantische Selbstorganisationen kurdischer und türkischer Linker auf einem neuen Höhepunkt angelangt.

Dabei reicht der lange Arm deutscher Repressions- und Verfolgungsorgane bis nach Skandinavien, wo zuletzt im April in Schweden auf Wunsch der deutschen Behörden ein kurdischer Politiker (der im Übrigen in der Schweiz als politischer Geflüchteter anerkannt ist und somit besonderen Schutz genießen sollte) verhaftet und nach Deutschland ausgeliefert wurde – er soll bei der PKK aktiv gewesen sein. Insgesamt sitzen seitdem 12 kurdische Politiker*innen, denen dieser Vorwurf gemacht wird, in deutschen Knästen – teilweise zu überaus langjährigen Haftstrafen verurteilt.

In NRW wurden im vergangenen Monat insgesamt 30 Wohnungen und Vereinsräumlichkeiten poltisch aktiver Kurd*innen von Sondereinsatzkommandos überfallen und durchsucht. Dabei kam es auch zu einer Verhaftung. Hintergrund war eine Sachbeschädigung an einem Auto eines Faschisten, der in Köln in eine kurdische Protestkundgebung gegen das Erdogan-Regime gerast war. Dies wurde gerne zum Anlass genommen die oppositionellen Strukturen linker kurdischer Migrant*innen einzuschüchtern und zu durchleuchten.

Ein anderes besonders krasses Beispiel: In Heilbronn wurde eine Demonstration türkischer Nationalisten und Faschisten gegen die gemeinsamen Proteste von Gewerkschafter*innen, Antifaschist*innen und der kurdischen Community polizeilich durchgesetzt. Als der Protest gegen dieses Vorgehen in den folgenden Wochen nicht verstummen wollte, verbot die Stadt Heibronn schlicht generell alle pro-kurdischen Infostände, Kundgebungen und Demonstrationen: ein eklatanter Eingriff in das Recht auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit.

Seit dem Betätigungsverbot kurdischer Organisationen und Vereine im November 1993 und verstärkt nach der Einführung des Gesinnungsparagrafen 129b StGB im Jahr 2003 wurden und werden Tausende Menschen kurdischer Herkunft willkürlich kriminalisiert. Dabei werden verschiedenste Methoden kombiniert: Razzien, Vereinsverbote und Durchsuchungen, Drohungen, Verhaftungen und Anquatschversuche durch deutsche Geheimdienste sowie polizeiliche Aufforderungen zur Denunziation. Angebote von Verfassungsschützer*innen, man könne doch leicht ein bisschen Geld nebenher verdienen, gehören für kurdische Jugendliche beinahe zum Alltag. Es gibt Einschüchterungen, wie die Frage, ob man noch vorhabe, Lehrer*in zu werden, dann solle man sich doch besser nicht mehr in der YXK (dem Verband der Studierenden aus Kurdistan) blicken lassen. Und in bester Stasi-Manier werden Gerüchte gestreut, es werden Freund*innen angesprochen, ob sie denn wüssten, dass sie mit einem Terroristen befreundet seien. usw. Wenn alle Einschüchterungen nicht helfen, werden auch schon mal Menschen offenen verfolgt, mit einem verdunkelten Auto über Stunden und wiederholt über Wochen hinweg.

Am Ende sollen alle diese Repressionspraktiken, die ein Ausdruck der Willfährigkeit gegenüber dem türkischen Regime Erdogans sind, jede politische Opposition innerhalb migrantischer Strukturen in der BRD ersticken und mittels pauschalem Terrorismusvorwurf jede Solidarität der deutschen Gesellschaft mit den Betroffenen von vorneherein verhindern. Wohin ein solcher pauschaler Terrorismusvorwurf führen kann, sieht man aktuell an den als „Säuberung“ bezeichneten Menschenrechtsverletzungen, den willkürlichen Verhaftungen und Folterungen von oppositionellen Intellektuellen und Arbeiter*innen in der Türkei – und dies nicht erst seit den verhinderten Putschereignissen.

Aber nicht nur Kurd*innen trifft in der BRD die Keule der Kriminalisierung, sondern alle, die sich für die Abschaffung des Betätigungsverbots der kurdischen Freiheitsbewegung einsetzen oder sich mit den Verfolgten solidarisieren. So drang – als nur ein Beispiel – Anfang diesen Jahres ein Polizeikommando in Hannover mit Brachialgewalt in die Räumlichkeiten des dortigen Jugendzentrums in der Kornstraße ein und beschlagnahmte Computer, Plakate und andere Materialen, auf denen u.a. die Aufhebung des PKK-Verbots gefordert wurde.
Ausgerechnet in Hannover, wo vor – fast auf den Tag genau – 22 Jahren der 16-jährige kurdische Jugendliche Halim Demer, beim Plakatieren eines PKK-Symbols von einem Zivilfahnder in den Rücken geschossen und ermordet wurde.

In München läuft seit Juni ein Großprozess gegen 10 Mitglieder der „Konföderation der Arbeiter aus der Türkei“ (ATIK). Sie waren letztes Jahr während einer Großrazzia festgenommen worden und befinden sich seitdem in Untersuchungshaft. Ihnen wird die Mitgliedschaft in der „Kommunistischen Partei der Türkei/Marxistisch-Leninistisch“ (TKP/ML) vorgeworfen, die in Deutschland nicht einmal verboten ist. Allerdings wird die TKP/ML von der türkischen Regierung als terroristisch eingestuft und das alleine rechtfertigt nach dem Gesinnungsparagrafen 129b StGB ihre Verfolgung in der BRD. Dabei müssen den Angeklagten keine Straftaten, sondern lediglich die Mitgliedschaft in den (im Ausland) kriminalisierten Organisationen nachgewiesen werden. Dazu werden ihnen das Abhalten politischer Seminare, die Vorbereitung und Teilnahme an Demonstrationen und ähnliche alltägliche politische Aktivitäten vorgeworfen. Einen Gesinnungs-Prozess dieser Größenordnung gegen migrantische Linke hat es seit den 1980er Jahren in Deutschland nicht mehr gegeben.

Und damit nicht genug, es sollte auch „Grup Yorum“, einer seit 30 Jahren bestehenden linken Musikgruppe aus der Türkei, die sich zuletzt aktiv mit den Gezi-Protesten in Istanbul solidarisiert hatte, die Einreise in die BRD verweigert werden. Ein letzten Monat in Gladbeck geplanter Auftritt der Band, die in der Türkei zahlreichen Repressalien ausgesetzt ist (Zensur von CDs, Auftrittsverbote, Verhaftungen und Folterungen der Musiker*innen) während eines Anti-Rassismus-Festivals, sollte mit allen Mitteln verhindert werden. Hier arbeiteten offenbar Stadtverwaltung, Verfassungsschutz und rechtskonservative türkische Verbände Hand in Hand.
Dass sich aktive Solidarität auszahlen kann, zeigt dieser Fall aber auch: Nachdem im November letzten Jahres noch ein Konzert der Gruppe in Oberhausen ausfallen musste, weil nur einem Musiker die Einreise gestattet worden war, konnten schriftliche Proteste, Mahnwachen vor dem Gladbecker Rathaus und Solidaritätsbekundungen die Teilnahme von Grup Yorum am Festival „Ein Herz und eine Stimme gegen Rassismus“ am 18. Juni in Gladbeck doch noch durchsetzen.

Das Gebahren der Repressionsorgane lassen wir uns nicht weiter gefallen!
Zu einer gemeinsamen Solidarität, die den fortschrittlichen migrantischen Bewegungen entgegengebracht wird, gibt es keine Alternative. Die kurdische Freiheitsbewegung ebenso wie die türkische Linke sollen isoliert werden, um sie nach Belieben mit Repression überziehen zu können. Wir werden dem auch weiterhin gemeinsam und solidarisch begegnen, denn uns eint der gemeinsame Kampf für eine freie Gesellschaft.

Hoch die internationale Solidarität!

Perspektive Rojava – Solidaritätskomitee Münster
Demokratisch Kurdisches Gesellschaftszentrum (DGKZ)
ODAK-Kulturzentrum
Verein für politische Flüchtlinge
Verband der Studierenden aus Kurdistan (XYK)

Party‘n‘Politics: Internationalistisches Fest am 25. Mai

08.05.2016

Internationalistisches Fest 2016-05-21Flyer_FrontseiteDinA6 Münsters internationalistische Gruppen laden ein zum Feiern und Kennenlernen, bei Livemusik, intergalaktischem Essen und veganen Snacks.

Ab 19 Uhr: Internationale Speisen, Getränke und Infotische
Ab 20 Uhr: Barackengespräch: Neuer Internationalismus: Solidarität & Autonomie
Ab 21 Uhr: Livemusik: Karibuni (Pit Budde & Josephine Kronfli) & The Urban Turbans
danach: Party!


Demonstration am Samstag, 23.1.: Schluss mit dem Krieg der Türkei gegen die eigene Bevölkerung!

20.01.2016

NEIN zum EU-Erdogan-Deal! NEIN zum Krieg in Rojava! NEIN zum Krieg in der Türkei!

Am Samstag, den 23. Januar 2016 um 14.00 Uhr am Stadthaus 1 in der Stubengasse.
Veranstalter sind der DKGZ e.V., der odak Kulturzentrum e.V. und wir, die Perspektive Rojava.

Kommt zahlreich!

Veranstaltungen im Januar mit CADUS e.V. Berlin und Prof. Dr. Christian Zeller

25.12.2015

2eventsjan

25.11.: Ringvorlesung Rojava – Die zweifache Revolution der Frauen in Rojava

20.11.2015

12247712_1649501152004285_1834600197465730130_o
Dilar Dirik, Soziologin und Promovendin aus Cambridge, berichtet uns von der Lebensveränderung für Frauen in dem autonomen Gebiet Rojava (Nordsyrien = Westkurdistan).

Die Revolution der Frauen in Rojava ist nicht alleine ihre Beteiligung am Kampf gegen das Regime und den IS. Die Revolution der Frauen ist eine zweifache: sie rüttelt tiefgreifend am politisch-gesellschaftlichen Normensystem und schafft ein ganz neues Verständnis von Gemeinschaft und Selbstbewusstsein. Es wird eine Gesellschaft geschaffen, an der die Frau als Subjekt teilnimmt und Verantwortung in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens übernimmt.
(mehr …)

15.10.: Ringvorlesung Rojava

01.10.2015

RingvorlesungDer türkische Verfassungsrechtler und Parlamentsabgeordnete (HDP) Prof. Dr. Mithat Sancar gibt uns einen Überblick über das politische Projekt Rojava und zieht Vergleiche zu der aktuellen Verfassungsdiskussion in der Türkei, an der er sich seit Jahren beteiligt.

Fast unbemerkt von der Weltöffentlichkeit hat während des Bürgerkriegs in Syrien die in Rojava (Nordsyrien = Westkurdistan) am Widerstand gegen das Assad-Regime beteiligte – mehrheitlich kurdische – Bevölkerung eine Zone relativer Sicherheit geschaffen. Die drei autonomen Kantone haben sich im Januar 2014 eine gemeinsame politische Verfassung gegeben, den sogenannten „Gesellschaftsvertrag“. Über dieses politisches Modell wird uns Prof. Dr. Mithat Sancar berichten.
(mehr …)