Projektarbeit
Vorbilder aus Afrika machen Schule
Wir werden es wagen die Zukunft zu erfinden.
Thomas Sankara
„Afrika checken“ ist ein innovatives Projekt, das die langjährige antirassistische und interkulturelle Bildungsarbeit des ehemaligen Vereins „Checkpoint Afrika“ mit einer neuen Zielrichtung fortsetzen und aktualisieren möchte. Im Fokus steht dabei die Zusammenarbeit mit einer kenianischen Universität. Die gemeinsame Aufgabe soll darin liegen, zusammen mit Dozentinnen, Dozenten und Lehramtsstudierenden digitale, kreative und kostenlose Unterrichtsmaterialien zum afrikanischen Kontinent und seiner Diaspora zu erstellen.
Als Ausgangsbasis dafür ist ein Remake des erfolgreichen Unterrichtsprojektes „Global Heroes – Heldinnen und Helden aus Afrika“ vom ehemaligen Vereins Checkpoint Afrika geplant, das in vielfältiger Weise wiederbelebt werden kann. Vertiefende Einblicke in die schulische Projektarbeit gewährt der folgende Videobeitrag. Im Interview: die Kunstlehrerin und Jugendliche des teilnehmenden Gymnasiums sowie die Projektleiterin des damaligen Vereins Checkpoint Afrika.
Trailer: Checkpoint Afrika e.V. (Bennohaus Münster, 2015)
Von Afrika lernen
Das Projekt „Global Heroes – Heldinnen und Helden aus Afrika“ setzt auf die Vielfalt positiver Gegenbilder, um die vorherrschende abfällige sowie abwertende Sicht auf den afrikanischen Kontinent und seine Darstellung als dystopischen Ort grundlegend zu verändern. Neu gewonnene und differenziertere Sichtweisen sollen dazu führen, überholte kolonialistische und rassistische Darstellungen von Afrikanerinnen und Afrikanern als unhaltbar zu widerlegen. Dieser längst überfällige Prozess verdeutlicht, dass wir viel von Afrika lernen können. Diese neu gewonnene Einsicht impliziert zugleich eine radikale Neubewertung der europäischen Kolonialgeschichte, deren Wirkmächtigkeit sich bis heute in globalen Ungerechtigkeiten und Ungleichheiten manifestiert.
Kolonialrassistisches Afrikabild korrigieren
Fakt ist: Das Image Afrikas und die Wahrnehmung seiner Menschen sind im kollektiven Bewusstsein Europas im Kern ungebrochen negativ geblieben. Das Fatale ist, dass dieses stigmatisierende Negativimage als Folge der 600 Jahre andauernden Vorherrschaft europäischer Kolonialmächte bis in die Gegenwart weltweit verbreitet ist. Der Videobeitrag „Warum halten sich Stereotype über Afrika so hartnäckig?“ sucht nach Gründen für die Fortexistenz und Wirksamkeit kolonialer Narrative und enttarnt diese als einseitig und falsch.
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