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Projektarbeit

Antikoloniales Lehren und Lernen

Wir werden es wagen die Zukunft zu erfinden.
Thomas Sankara

„Afrika checken“ ist ein innovatives Projekt, das die langjährige antirassistische und interkulturelle Bildungsarbeit des ehemaligen Vereins „Checkpoint Afrika“ mit einer neuen Zielrichtung fortsetzen und aktualisieren möchte: Antikoloniales Lehren und Lernen. Im Fokus steht dabei die Zusammenarbeit mit einer kenianischen Universität. Die gemeinsame Aufgabe soll darin liegen, zusammen mit Dozentinnen, Dozenten und Lehramtsstudierenden innovative, digitale Unterrichtsmaterialien mit freien Nutzungsrechten zum afrikanischen Kontinent und seiner Diaspora zu erstellen.

Vorbilder aus Afrika machen Schule

Als Ausgangsbasis dafür ist ein Remake des erfolgreichen Unterrichtsprojektes „Global Heroes – Heldinnen und Helden aus Afrika“ des ehemaligen Vereins Checkpoint Afrika geplant. Das innovative Pilotprojekt aus dem Jahr 2010 entwickelte sich zu einer Projektreihe, die für die universitäre Zusammenarbeit in vielfältiger Weise wiederbelebt werden kann. Im Mittelpunkt stehen 17 Persönlichkeiten aus verschiedenen afrikanischen Ländern und der Diaspora: Sie alle eint ihr visionäres und revolutionäres Engagement sowie ihr beispielhafter Kampf für soziale Gerechtigkeit und eine zukunftsfähige Welt. Vertiefende Einblicke in die motivierende Bildungsarbeit gibt der folgende Trailer vom Bennohaus Münster: im Interview die Kunstlehrerin und Jugendliche des teilnehmenden Gymnasiums sowie die Projektleiterin des damaligen Vereins Checkpoint Afrika.

Bennohaus Münster (2015)

Von Afrika lernen

Das Projekt „Global Heroes – Heldinnen und Helden aus Afrika“ setzt auf die Vielfalt positiver Gegenbilder, um die vorherrschende abfällige sowie abwertende Sicht auf den afrikanischen Kontinent und seine Darstellung als dystopischen Ort grundlegend zu verändern. Neu gewonnene und differenziertere Sichtweisen sollen dazu führen, überholte kolonialistische und rassistische Darstellungen von Afrikanerinnen und Afrikanern als unhaltbar zu widerlegen. Dieser längst überfällige Prozess verdeutlicht, dass wir viel von Afrika lernen können: nicht nur aus der Vergangenheit und Gegenwart, sondern auch für die Zukunft. Diese neu gewonnene Einsicht impliziert zugleich eine radikale Neubewertung der europäischen Kolonialgeschichte, deren Wirkmächtigkeit sich bis heute in globalen Ungerechtigkeiten und Ungleichheiten manifestiert.

Welt- und Menschenbilder korrigieren

Fakt ist: Das Image Afrikas und die Wahrnehmung seiner Menschen sind im kollektiven Bewusstsein Europas im Kern ungebrochen negativ geblieben. Andererseits ist Das Fatale ist, dass dieses stigmatisierende Negativimage als Folge der 600 Jahre andauernden kolonialen Vorherrschaft bis heute weltweit verbreitet ist. Der Videobeitrag „Warum halten sich Stereotype über Afrika so hartnäckig?“ sucht nach Gründen für die Fortexistenz und Wirksamkeit kolonialer Narrative und enttarnt diese als einseitig und falsch.

Deutsche Welle (DW): Warum ist das Bild von Afrika so negativ? (2024; 3:33 Min.)

Kolonialrassistische Menschenbilder, Denk- und Verhaltensmuster spiegeln sich weltweit in der vorherrschenden Weltpolitik wieder. Charakteristische Beispiele dafür sind die unzähligen menschenverachtenden und demagogischen Hassreden des aktuell amtierenden US-Präsidenten Donald Trump.

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