Erinnerungen …

Weiter aufwärts!

Im vergangenen Jahr wurde das Alte Backhaus 20 Jahre alt, und viele kamen, um mit uns am 17. Mai 2008 seine ständige Weiterentwicklung zu feiern. Die Kunstausstellung und die zahlreichen Gäste, das Engagement der vielen ehrenamtlichen Helfer, der reibungslose Verlauf und die anerkennenden Worte während und nach der Feier dokumentierten diesen großen Erfolg.

Auffällig ist der anhaltende Schwung und die gute Atmosphäre, die abzufärben scheint und auch bisher Außenstehende motiviert mitzumachen.

So konnten wir immer wieder Menschen finden, die bereit waren, zu Gunsten des Backhauses auf eine sonst üblische Bezahlung zu verzichten. Ich denke dabei nicht nur an den Pianisten, Herrn Puppa, die Sängerin, Frau Weilguni, und an die Musikgruppe „Los Dilettangos“, die die 20-Jahrfeier mit vorbereitet und gestaltet haben, sondern z. B. auch an die Pianistinnen Frau Kaiser und Frau Dohms aus Recklinghausen sowie die vielen Referenten beim „Donnerstagsfrühstück“.

Am 12. März 2009 begrüßten wie z..B. im Rahmen des Donnerstagsfrühstücks den amtierenden Oberbürgermeister der Stadt Münster, Herrn Dr. Tillmann, der zum „Standort Münster“, aber auch zum Alten Backhaus Stellung nahm. Dass er sofort bereit war zu kommen, sehe ich als Zeichen alter Verbundenheit, aber auch als Anerkennung unserer Arbeit.

Die Medien, hier besonders die „Westfälischen Nachrichten“ und „Echo Münster“, haben das Alte Backhaus anlässlich des Jubiläums in ihrer Vorausberichterstattung ausführlich und anerkennend dargestellt. Ebenso wie die „Münstersche Zeitung“ und „Münsters Seniorenzeitun g“ haben sie wenige Tage später ausführlich über die Feier im Alten Backhaus berichtet. „Kaufen und Sparen“ hatte vorher unsere detaillierte Ankündigung gedruckt, und die „Kreuzviertelzeitung“ hat uns eine Darstellung gewidmet.

Als Anerkennung werte ich auch, dass das Ministerium für Generationen, Familie und Integration des Landes NRW uns als relativ kleiner Organisation nach Prüfung die Berechtigung erteilt hat, den „Engagementnachweis NRW“ zu verleihen.

Wie andere Einrichtungen muss auch das Backhaus sich weiterentwickeln, wenn es bestehen will.

Wir haben Mitarbeiter verloren durch Umzug und veränderte Lebensplanung, leider auch durch Krankheit und Tod. Andere sind gekommen und sorgen dafür, dass es dennoch weitergeht.

Frau Brink hat den Gymnastik-Kurs von Frau Kanand übernommen, und Frau Eversmann kümmert sich um die Neulinge im Doppelkopf.

Herr Bernhard Scholz beendete nach ca. zwei Jahren seine Kurse für Acrylmalerei; ein neuer Kurs unter Leitung von Herrn Meier-Bautor, Frau Kurth und Frau Reuter führt die Arbeit sehr erfolgreich fort, was die neue Ausstellung ab 1. März im Alten Backhaus dokumentiert.

Herr Plassmann eröffnete einen neuen Schachkurs, und inzwischen  gibt es auch eine kleine Gruppe, die ihre Computerkenntnisse, jetzt als Fortgeschrittene, weiter vertiefen will.

Das Bestehende wird erhalten und fortgeführt, Neues kommt hinzu!

Hier bewähren sich der „Umbau“ der Nähstube zum allgemein nutzbaren Seminarraum 1 und der Ausbau des alten Verwaltungsraums unter dem Dach zum Computer-Arbeitsraum. Ohne diese beiden zusätzlichen Räume wäre die Ausweitung des Angebots in den letzten beiden Jahren nicht möglich gewesen.

Dadurch war es uns auch möglich, dem Verein „Anti-Rost“ einen Raum für seine monatlichen Vorstandssitzungen anzubieten. Die Zusammenarbeit mit Anti-Rost hat sich für uns nicht nur durch geringere Ausgaben für Reparaturen gelohnt. Wir wünschen uns, dass diese Zusammenarbeit anhält, auch wenn Anti-Rost inzwischen  einen eigenen Raum im „Gesundheitshaus“ mit Unterstützung der Stadt anmieten konnte.

Auch wir bleiben auf die Unterstützung der Stadt angewiesen. Gleichzeitig bemühen wir uns, den Anteil der Spenden zu erhöhen. So wurden z.B. beim Kreuzviertelfest Halsketten verkauft; der Reinerlös kam dem Alten Backhaus zugute.

Obwohl die Unterstützung der Stadt seit Jahren nicht erhöht wurde, konnten wir dank der Spenden wieder einige wichtige Anschaffungen tätigen. Dazu zählen besonders die Motorleinwand, die von Anti-Rost angebracht wurde, zwei Computer mit Flachbildschirm, ein Scanner, ein mobiles Audiogerät und mehrere Bürostühle. Dank der zusätzlichen beiden Computer kann der Unterricht in digitaler Fotografie jetzt weitgehend im Computer-Arbeitsraum stattfinden

Aber nicht die Anschaffungen machen das Backhaus aus, sondern seine Mitarbeiter! Ein besonderes Kennzeichen unserer Arbeit im Backhaus ist weiterhin die große Zahl der freiwilligen Mitarbeiter, die nicht nur im Rahmen ihrer übernommenen Pflichten, sondern auch ständig bei Sonderaktionen wie der Planung und Durchführung der 20-Jahr-Feier, des Mitarbeiterausflugs oder der Adventsfeier einspringen; die mithelfen, wenn das Backhaus durch eine Ausstellung verschönert werden soll oder auch wenn es „nur“ gilt, bis 23 Uhr auszuharren, damit das kaputte Türschloss ausgewechselt werden kann.

Das Alte Backhaus ist lebendig! Gerade Wandel und Weiterentwicklung des letzten Jahres zeigen seine Lebendigkeit.

Unser Dank gebührt allen Mitarbeitern, die das Alte Backhaus immer wieder lebendig halten.